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Werbung in Googles KI-Suche: Was Unternehmen jetzt wissen sollten

KI-generiert, redaktionell von 8thsense ausgewählt, geprüft und freigegeben. EU AI Act, Art. 50

Google hat bei der Vorstellung der Quartalszahlen am 28. Oktober etwas eingeräumt, das der Konzern bisher vermieden hat: Suchanfragen im AI Mode bringen weniger Werbeerlös als die klassische Suche. Die Antwort darauf ist naheliegend. Google skaliert Anzeigen in den AI Overviews und im AI Mode auf mehr Nutzer, mehr Suchanfragen und mehr Länder. Für Unternehmen, die über Google Ads Kunden gewinnen, verschiebt sich damit, wo und wie ihre Anzeigen erscheinen. Deutschland ist noch nicht auf der Liste, die Vorbereitung lohnt sich trotzdem jetzt.

Was Google bei den Quartalszahlen gesagt hat

Alphabet meldete für das dritte Quartal knapp 128 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Plus von 25 Prozent. Der Bereich Search & other wuchs um rund 12 Prozent auf etwa 63 Milliarden Dollar (Quelle: thewrap.com). Google-Chef Sundar Pichai betonte, das Wachstum der Suchanfragen sei so hoch wie seit fünf Jahren nicht, Anfragen im AI Mode seien im Schnitt dreimal so lang wie klassische Suchen, und etwa jede fünfte AI-Mode-Suche nutze Sprache, Bilder oder Dokumente (Quelle: blog.google). Chief Business Officer Philipp Schindler sagte dagegen, das starke Wachstum im AI Mode habe sich wegen der geringeren Monetarisierung dort auf das Suchgeschäft ausgewirkt (Quelle: 9to5google.com). Wie groß der Effekt in Dollar ist, nannte Google nicht.

Wohin die Anzeigen wandern

Laut Schindler zeigen die Werbeexperimente „vielversprechende Ergebnisse”, Google skaliere Anzeigen deshalb in AI Overviews und AI Mode auf mehr Nutzer und Anfragen. Im offiziellen Google-Blog nennt Shashi Thakur, verantwortlich für Search Ads, die Details (Quelle: blog.google):

  • Anzeigen im AI Mode starten jetzt in zehn weiteren Ländern, darunter Australien, Kanada, Indien, Singapur und Neuseeland.
  • Im vierten Quartal 2026 sollen Brasilien, Mexiko und Großbritannien folgen.
  • In den USA kommen Multiturn-Anzeigen: Werbung erscheint auch in den Antworten auf Folgefragen, also mitten im Dialog mit der KI.
  • Anzeigen werden als „Sponsored” gekennzeichnet.

Google gibt außerdem an, dass gesponserte und organische Produkteinträge im AI Mode bereits ähnliche Klickraten erreichen. Das beruht auf internen US-Daten aus zwei Wochen im August und September und ist nicht unabhängig überprüfbar.

Die Lage in Deutschland

Ein Blick in die Google-Ads-Hilfe zeigt den aktuellen Stand: Anzeigen innerhalb von AI Overviews und AI Mode gibt es nur auf Englisch, in den USA und ausgewählten englischsprachigen Märkten. Deutschland und die deutsche Sprache sind nicht aufgeführt. Anzeigen oberhalb und unterhalb der AI Overviews laufen dagegen bereits in allen Ländern und Sprachen, in denen es AI Overviews gibt (Quelle: support.google.com). Wann die KI-Antworten selbst im DACH-Raum Werbung enthalten, hat Google nicht angekündigt. Die Richtung ist allerdings klar: Mit Großbritannien steht der erste europäische Markt im Kalender.

Kein Opt-out, wenig Transparenz

Für die Budgetplanung ist ein Detail aus der Hilfeseite wichtig. Bestehende Such-, Shopping- und Performance-Max-Kampagnen sind automatisch für die KI-Platzierungen zugelassen. Werbetreibende können Anzeigen weder gezielt nur dort ausspielen noch die KI-Flächen separat abwählen. Steuern lässt sich das nur über auszuschließende Keywords und Marken-Ausschlüsse. Hinzu kommt: Broad Match und AI Max for Search können auch auf erkundende Fragen ausspielen, während genau passende und Wortgruppen-Keywords nur bei klar kommerzieller Absicht greifen. Die Kennzahlen der KI-Platzierungen erscheinen nur zusammengefasst in den normalen Berichten. Wer wissen will, ob ein Klick aus einer KI-Antwort kam, sieht das im Standardreporting also nicht getrennt.

Was das für Unternehmen bedeutet

Für eine Tanzschule, einen Pflegedienst oder einen Handwerksbetrieb mit 500 bis 3.000 Euro Monatsbudget ändert sich heute noch nichts Sichtbares. Der richtige Zeitpunkt, die eigenen Kampagnen aufzuräumen, ist trotzdem jetzt, solange es in Ruhe geht. Konkret heißt das:

  • Match-Typen prüfen: Wer stark auf Broad Match oder AI Max setzt, wird später eher in längeren, beratenden KI-Anfragen auftauchen. Das kann gut sein, kann aber auch Budget für unklare Anfragen kosten.
  • Negative Keywords pflegen: Sie sind das einzige Werkzeug, um unpassende Ausspielungen zu verhindern. Einmal im Monat den Suchbegriffbericht durchgehen, dauert eine Stunde.
  • Kosten pro Anfrage beobachten: Klickpreis, Conversion-Rate und Kosten pro Lead monatlich festhalten. Verändern sich diese Werte nach einem Start in Deutschland sprunghaft, ist das das erste Signal.
  • Landingpages auf Fragen ausrichten: KI-Anfragen sind länger und konkreter. Seiten, die typische Kundenfragen direkt beantworten, profitieren organisch wie bezahlt.

Für die Umsetzung braucht es keine neue Abteilung. Meist reicht eine Person, die das Werbekonto ohnehin betreut, plus ein festes monatliches Zeitfenster für Auswertung. Wer diese Auswertung nicht von Hand machen möchte, kann Berichte aus Google Ads automatisiert in eine Tabelle oder ein Dashboard laufen lassen. Ob sich solche Workflow-Automation für den eigenen Betrieb rechnet, lässt sich in einem KI-Potenzial-Check klären. Wichtiger als jedes Werkzeug ist aber, die eigenen Zahlen vor dem Wandel zu kennen. Nur dann lässt sich später beurteilen, ob die KI-Suche mehr Kunden bringt oder nur mehr kostet.

Quellen

Weiterführend: KI-Automation für den Mittelstand — wie 8thsense Geschäftsprozesse analysiert und automatisiert.

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